VITA

Ein Kennzeichen der Kunst von Rolf Altena war von Anfang an eine gewisse Schwerelosigkeit. Was er aufs Bild brachte, war immer irgendwie luftig, leicht und schwebend. Es war, als hätte die Erdanziehung, die Erdenschwere hier kein Recht. Die Gegenstände erscheinen oft so, als ob sie tanzten. Diese Lebendigkeit die Rolf Altena den Sachen zusprach, erinnerte an animistisches Denken, wonach jedes Ding belebt und von einer innewohnenden Kraft zusammen gehalten wird. Es war so, als ob Altena den Dingen ihre Funktion wegnehme und im Gegenzug ihnen ihre Seele wieder zurückgäbe. Und über allem lag – was Wunder wenn die Erdenschwere fehlt – eine Heiterkeit und Durchsichtigkeit, die ansteckend und befreiend wirkt. Seine Kunst war immer heiter und ernst zugleich.
Von Dubuffet ist der Satz überliefert, die Kunst müsse gleichzeitig lachen und weinen machen.
Die Gesichter und Menschlein, die Rolf Altena erfunden hat, haben zumeist etwas Hilfloses oder Unglückliches an sich; sie kennen sich in der Welt nicht recht aus und zeigen es. Sie haben keinen rechten Halt. Sie tanzen nicht mehr, sie stolpern eher oder stehen auf wackligen Beinen.
Dr. Klaus Horn (gekürzt)

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