VITA

Bei allen Verzerrungen gewohnter Seherfahrungen, die in der Kunst Harald Wolffs auftreten können, wäre es falsch von Karikaturen auszugehen. Harald Wolff typisiert zwar stets kraftvoll, aber immer im Sinne der uns bekannten und natürlich auftretenden Verformungen, mit der wir es zum Beispiel bei einer singulär betrachteten Einzelaufnahme aus einer Bewegungssequenz zu tun haben. Der Künstler lässt uns teilnehmen an Bewegungsabläufen, er lässt uns Zeit spüren, nicht ohne Fixierung einer determinierten Zeitspanne – aber ohne Festlegung eines fassbaren, eindeutigen Zeitpunktes. Es sind Handlungen, die von außen gesteuert zu sein scheinen – ohne uns die Feststellung zu ermöglichen, was oder wer Beweggrund oder Initiator ist. Der Betrachter wird regelmäßig in ein Geschehen einbezogen, dessen Ende offen bleibt – wobei aber auch der Ausgangspunkt im Dunkeln bleibt. Harald Wolff überlässt es dem Betrachter, die Geschichte zu ergänzen. Wer sich auf die Bilderwelt Harald Wolffs einlässt, wird automatisch zum Co-Autor.

Eine jede Momentaufnahme eines Gesichtes oder Körpers, dem Einzelbild einer Fotosequenz vergleichbar, führt zur Anmutung des Grotesken! Diese in der Bildwelt von Harald Wolff erreichten Absurditäten sind das Ergebnis von Synthesen. Es sind die Folgen von Abläufen, in denen aus vorher gesetzten Flächen und aus spontan aufgetragenen Wischungen sowie – kontrapunktisch gesetzten Umrissen (aus dicht gebündelten, Figürliches gebärenden und Figuren beschreibenden, Lineaturen) ganze Assoziationsketten zur Form gebracht werden…. (Wolfgang Zemter)

Einzelausstellungen (Auswahl seit 2004)

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