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Kamel und Vögel, Farbradierung, 1993, 32 x 34 cm

Schwalben unterwegs, Farbradierung, 1993, 55 x 50 cm

Fische I, Farbradierung, 1992, 45 x 57 cm

Himmelsleiter, Farbradierung, 1992, 48 x 48 cm

Mond und Augen, Farbradierung, 1989, 50 x 37 cm

Zugvögel auf dem Turm, Farbradierung, 1994, 53 x 40 cm

2 Katzen verlassen das Dorf, Farbradierung, 1989, 38 x 50 cm

Traum eines Mannes II, Farbradierung, 1988, 16 x 12 cm

Yoshi Takahashi

VORBESICHTIGUNG DER AUSSTELLUNGS-ARBEITEN AB SOFORT MÖGLICH: 0172 - 615 84 97

VITA:

1943          geboren in Tokyo

1960 - 65   Studium an der 'University of fine art Tokyo' mit Diplomabschluss

1966 - 69   Studium an der 'Akademie für Bildende Künste' in München

1973          Lehrauftrag an der Universität München

1974 - 81   Lehrauftrag für Zeichnen, Malerei und Radierung am Salzburg-College

1981 - 84   Leiter des Radier-Werkshop am Salzburg-College

1986          Leiter der Radierklasse der Internationalen Sommerakademie Salzburg

1988          Leiter der Aquarellklasse der Sommerakademie Saarland

1993          Leiter des Symposiums 'East meets west' der Landesregierung                                                                                        Niederbayern und BMW

1998         gestorben in Bad Reichenhall


 

Blickt man auf die leuchtenden druckgrafischen Arbeiten des aus Japan stammenden Künstlers Yoshi Takahashi, spürt man die freundliche Einladung, unseren Alltag zu verlassen und den reichen Garten einer immer wieder sich verwandelnden Poesie zu betreten. Glutvolle Farbklänge streicheln die Augen. Pflanzen Tiere und Häuser drängen sich dem Betrachter nicht auf, sondern wollen entdeckt werden. Das Farbmosaik der Bildinszenierungen verändert sich von Schritt zu Schritt, als würde man ein Kaleidoskop leise drehen, und die farbigen Glassteine formierten sich zu immer neuen Variationen.

Untersucht man die Farbradierungen von Yoshi Takahashi hinsichtlich ihres motivischen Bestandes, fällt auf, dass es nur wenige Gegenstände enthält: Vogel, Katze, Fisch, Pflanze, Haus, manchmal einen Menschen, Gestirne. Wertet man diese Selektion als repräsentativ, so stehen die Vögel für die Tiere der Luft, die Katze für die Tiere der Erde und die Fische für die Tiere des Wassers. Sie werden zu Symbolen dreier lebensbedingender Elemente: Luft, Erde und Wasser. Ein Vertreter des Feuers fehlt. Aus dem Bereich der Flora findet man: Baum, Blume und Frucht. Sie repräsentieren wohl weniger die Artenvielfalt als vielmehr die Stationen des Wachstums. Der Bereich des Menschen wird nur selten durch ihn persönlich gezeigt. Stattdessen hinterlässt er als Spur seiner Wirksamkeit ein Haus. Er wird also als ein Architekt definiert, als Gestalter der Lebensumstände schlechthin.                   Einen weiteren Bereich, der die Welt von Yoshi Takahashi erfüllt, erblickt man in den Gestirnen: Sonne, Mond, Sterne – Symbole  des Himmels. Oder bedeuten sie doch noch das fehlende Symbol des Feuers? Das Feuer, das Licht und Wärme bringt und nicht das Feuer, das alles verbrennt?

Peter Lörincz (1993)