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KUNSTRAUM
VINCKE - LIEPMANN
Häusserstrasse 25
D-69115 Heidelberg


Während Ausstellungen:
Do + Fr 15 - 19
Sa + So 11 - 15
oder 0172 - 615 84 97

 

Mitglied im Landesverband Galerien in Baden-Württemberg

und KUNSTHEIDELBERG

HARALD WOLFF

 

 

 

Harald Wolffs Kunst gibt Verweise, welche die beruhigende Banalität des Alltäglichen evozieren, die Ordnung, die Einfachheit des Gegenwärtigen. Schon will man Dargestelltes bewundern, was man ganz natürlich um sich herum erblickt, was den Stoff des Lebens ausmacht, wovon man weiß, dass es überall auf der Oberfläche dieser Erde existiert, die so klein geworden ist, so bequem zu erforschen, dass sie bald keine Überraschungen und Geheimnisse mehr bietet. Aber dann! Irgendetwas gibt einem ein Zeichen, stört einen, hält einen fest. Was das Denken anfangs leichthin freigelegt hatte von seinen Absichten, wird unversehens zweifelhaft. Der erste Augenschein löst sich auf, dem Blick wird Angst. Der Überlagerung des Bildes über die Worte setzt nach und nach eine Widersprüchlichkeit ein, die wanken macht und den Tintengeruch einer Welt ausbreitet, die widersteht, sich entzieht.

Diese inszenierten Figuren — oder besser diese Beine, Büsten, Köpfe — in diesen offen-geschlossenen Räumen; diese ganz gewöhnlichen Situationen — oder besser diese Ansammlungen von Zeichen, Hinweisen, Dingen — lassen die beunruhigende Vorstellung aufkommen, dass der Mensch, wenn er hinter die Darstellung dringen und die Gegenwärtigkeit bewohnen, ihre Form und Materie, ihren Ursprung und Sinn teilen wollte, zum Eindringling wird. Man glaubt eine Welt vor sich zu sehen, wo man in Frieden ausruhen, meditieren, sein Erstaunen verbreiten kann, aber was man auch tut, man erkennt sich nicht mehr in dem pikturalen und graphischen Spiegel, wo man vergeblich der Schönheit nachjagt.

Michel Mathieu 

 

24. Juli 2016 

Öffnungszeit: 12 bis 18 Uhr